Zen und die Kunst mein Leben zu führen

Willkommen in meinem Leben. Es ist nicht immer einfach mit mir, aber wem sage ich das ...

7.3.10

Ben ist Du

Wenn Ben sich auf einem Foto sieht, dann sagt er "Du". Alle anderen in unserer Familie haben ihren Namen, zugegeben, beide Schwestern heißen "Haia" und beide Katzen "Mau". Ja und Ben heißt "Du". Wie war das noch mit ...

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16.2.10

Wieder versuchen. Vielleicht wieder scheitern. Aber besser scheitern.

Gerade die Größten unter uns haben oft mit sich selbst gehadert. Genies und Kreative neigen zu Selbstzweifeln und Depressionen. Täglich sehe ich einen begabten Menschen, der sich und sein Können ständig in Frage stellt. Ja, ich meine Dich, Große.

Das Zitat aus der Überschrift stammt sinngemäß von Samuel Backet.

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13.2.10

Kwedit - genial und sehr bedenklich

Kwedit ist ein neuer Dienst aus Amerika, bei dem Kinder und Jugendliche, die noch über keine Zahlungsmittel verfügen schnell und einfach online einkaufen können. Kwedit wird vor allem bei virtuellen Waren, sprich in Online-Communities und Spielewelten explosionsartige Verbreitung finden. Warum? Weil die Kinder sofort einkaufen gehen können und nicht mehr als ein "Versprechen" geben müssen, das Geld später nachzureichen.
Als Geschäftsidee ist das natürlich genial, denn es stößt den Markt auf zu all den Kindern, die online gerne Geld ausgeben möchten aber immer erst fragen müssen (und dann meistens ein "Nein" ernten). Leider wird es Millionen Kinder und Jugendliche in die Schuldenfalle treiben. Ein Kwedit-Versprechen ist schnell gemacht, um dieses anschließend einzulösen, braucht man Kohle und die ist nicht ganz so leicht aufgetrieben. Als die Sparkassen vor Jahren EC-Karten für Jugendliche ausgegeben haben, war der Aufschrei groß. Ich bin gespannt, wann und wie das Wehklagen über Kwedit (und den aus dem Boden sprießenden Nachahmern) sein wird.
 Schon bald werden wir Kinder sehen, die noch bevor sie auf dem Radar der Schufa sind, einen miserablen Kwedit Score haben. Der Hinweis, den die Kwedit-Betreiber für die Eltern haben, klingt nicht nur in meinen Ohren zynisch - kurz Kwedit wird den Kindern helfen mit Geld umzugehen und im Übrigen liegt es in der Verantwortung der Eltern, was die Kinder im Internet machen.
"We believe it's a good idea for parents to monitor their teens' on-line activities. [...] teens can let their parents see their balances [...] Talk to your teenagers about money. Learning about money is a skill and educational foundation that helps them succeed in the future."
Der Tipp, mit den Kindern über Geld zu reden, ist sicher richtig und gut. Aus dem Munde von Kwedit klingt das aber wie ein Zigarettenhändler, der sagt: "Hey, Deine Kinder sollte eigentlich wissen, dass rauchen ungesund ist."

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11.2.10

Die ganz alltägliche Verrohung

Mann muss über sich alltägliche Gewalt und sinkende Hemmschwellen nicht wundern, wenn wir inzwischen schon in der Werbung zu verabscheuungswürdigem, unmenschlichem Handeln aufgefordert werden.

Wir sehen ein kleines, völlig verängstigtes Wesen, das zitternd vor einem sitzt. Der Schweiß rinnt dem armen Ding von der Stirn. Panisch flitzen die Augen von links nach rechts. Außerdem sieht man einen rechten Arm, der mit einem Knüppel oder Ast bewaffnet ist. Und was steht dabei?

MACH IHN FERTIG!

Wer gibt so etwas frei? Fällt denn keinem auf, dass hier zu brutaler Gewalt gegenüber einem offensichtlich wehrlosen Wesen aufgerufen wird? Es ist nicht relevant, dass das nur ein Comic-Wesen ist und dass es sich hierbei nur um "Spiel" handelt. Es ist eine Aufforderung ganz natürliche Instinkte (Schutz geben, sinnlose Gewalt vermeiden) zu überwinden und unmenschlich zu handeln. Ich verstehe das nicht. Soll das Spaß machen? In welchem pubertären boah-goil-kaputtmachen-Hirn entsteht so eine Schweiße? Und die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche (www.Sat1Spiele.de). Ich bin fassungslos.

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9.2.10

Meine Daten kriegt ihr nicht

Johannes Caspar, der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, ist deshalb in Sorge. Er fürchtet, dass die Schüler die Risiken der "digitalisierten und vernetzten Gesellschaft" nicht mehr bewältigen können, wenn sie nicht das technische und soziale Verständnis dafür erhielten. Deshalb hat der Datenschutzbeauftragte eine Aufklärungskampagne für Schüler gestartet. Sie trägt den Titel "Meine Daten kriegt ihr nicht". Das Pilotprojekt dazu läuft an einer Hamburger Gesamtschule.

"Datenschutz ist Bildungsaufgabe und sollte daher gerade in der schulischen Ausbildung eine besondere Rolle spielen", sagt Caspar. Das Leben in der virtuellen Welt müsse eingeübt werden wie das Verhalten im Straßenverkehr, denn der Weg durch die Cyber-Welt sei nicht folgenlos.

Weiter auf welt.de: "Das Netz vergisst nicht"

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3.2.10

Die Toilettenkrise

Die Welt braucht Toiletten und eine Sprache um Bewusstsein für ein großes Problem zu schaffen:
Die globale Sanitärkrise sorgt für Krankheit und Tod: 4.000 bis 5.000 Kinder sterben pro Tag. 
Link:
>> br-online.de: Die Not mit der Notdurft: Auswege aus der globalen Sanitätskrise

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1.2.10

Zuckerkönige ... was Kinder mögen

In einer Diashow bei sueddeutsche.de. Ein Beispiel: Milchschnitte besteht zu 29,2% aus Zucker.

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15.7.09

Gewaltprävention und Gefühlewand für Erwachsene

Gewalt (durch Taten aber auch durch Worte) zwischen Kindern und Jugendlichen ist ein Problem, wenn auch nicht so groß, wie es einem durch die Presse erscheinen mag. Vielleicht auch, weil mit vielen Programmen schon ab dem Kindergarten vorgebeugt wird. Die meisten davon sind sicher gut gemeint aber weder wissenschaftlich fundiert, noch in ihrer Wirkungsweise erforscht.

Ein Programm, das diesen Anforderungen genügt, ist "Papilio". Die Kinder lernen, wie man die Gefühlen erkennen und benennen kann, und wie man mit den Gefühlen von anderen umgehen sollte.
Lukas und Marie, 5 und 6 Jahre alt, stehen vor einer Pinnwand im Kindergarten Biberbach bei Augsburg. An dieser "Gefühle-Wand" hängen die vier Kistenkobolde - Freudibold, Zornibold, Bibberbold und Heulibold. Jede Puppe verkörpert eine Emotion - Freude, Zorn, Angst und Traurigkeit. Jeden Morgen hängen die Kinder ihr Namensschild unter eine der vier Puppen. So zeigen sie an, wie es ihnen momentan geht.
Dies kann man auch im "ganz normalen"Alltag zu hause nutzen. So gibt es viele Familien, die inzwischen eine Gefühle-Wand haben. Das hilft auch Erwachsenen sich ihrer eigenen Gefühle gewusster zu werden und leichter darüber zu reden.

Links:
>> Bayern 2: "Kistenkobolde" gegen Gewalt: Präventions-Programme für Kinder
>> Papilio

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20.5.09

Internetfilter und gegen was sie helfen

Als Vater und Mensch ist klar, jedes Mittel muss genutzt werden um Gewalt gegen Kinder einzudämmen, allem voran sexuelle Gewalt. Als ehemaliger Internet Service Provider weiß ich, dass einfache Internetfilter dafür ungeeignet sind.

Welche Möglichkeiten es gibt und wer tatsächlich von Filtern profitiert erfährt man in einem guten Podcast von B2 IQ Wissenschaft und Technik.

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15.3.09

Endlich: Roboter helfen beim Nein-Sagen

Eltern und Politiker haben viel gemeinsam: Keiner will den Job und doch gibt es überraschend viele davon. Außerdem reden beide Berufsgruppen viel und letztlich hört ihnen doch keiner zu. Das wird Eltern besonders dann schmerzlich bewusst, wenn es um Verbote geht.
Nein ist sicherlich das am häufigsten ausgesprochene Wort der Welt und wahrscheinlich nach "Duzi-duzi" das erste, was ein Säugling zu hören kann, wenn er erst einmal seine Hände einigermaßen koordiniert benutzen kann. Die ständige Ermahnerei ist anstrengend für die Eltern und lästig für die gescholtenen Zöglinge. Aber Hilfe ist (für die Eltern) bereits in Sicht. Die Japaner haben jetzt einen Roboterfrau mit ganz erstaunlichen Fähigkeiten entwickelt:
Mund und Augen wurden so verdrahtet, dass ihre Gummihaut sich zu einem Lächeln verformen oder die Augenbrauen hochziehen kann. Außerdem äußert die Roboter-Dame bei Bedarf einfache Phrasen wie "Danke" und "Sei still".
Wenn sie jetzt auch noch 100.000 mal verschleißfrei "Nein" sagen kann, dann ist der Erfolg dieser Maschine unaufhaltsam.

Siehe sueddeutsche.de: Künstlicher Lehrer-Ersatz

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23.2.09

Sexting - Mit 13 vor Gericht

Zu den zahllosen Möglichkeiten, sich selbst schon im Kindesalter den Rest des Lebens nachhaltig zu versauen, ist eine weitere gekommen: Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie. Und das aufgrund einer gefährlichen Mischung von pubertärer Neugier, Naivität und Unwissenheit.



Handy und Internet machen es möglich. Kinder und Jugendliche, die sich selbst nackt in lasziven Posen fotografieren und diese Bilder weitergeben, gehen zwei erhebliche Risiken ein: Einerseits werden diese Bilder früher oder später "in die falschen Hände" geraten und somit zu Mobbing und massiven gesellschaftlichen Problemen führen. Vielleicht schon in der Schule, vielleicht auch erst später. Andererseits kann man - zumindest in den USA - auch schon als Kind für die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie belangt werden.
What's more disturbing -- that teens are texting each other naked pictures of themselves, or that it could get them branded as sex offenders for life?
Der ganze Artikel auf salon.com.

Und selbst wenn man rechtlich ungeschoren davon kommt (das Risiko für eine Anklage dürfte eh ziemlich gering sein), das Internet vergisst nicht (und hier liegt das eigentliche Problem). Die Online-Reputation ist schneller zerstört als aufgebaut. Dabei werden peinliche Party-Fotos von alkoholbedingten Aussetzern irgendwann als "Jugendsünden" akzeptiert. Öffentliche Nacktbilder - vor allem von Frauen - "verjähren" nicht ...
Let me get this straight: Today's teenagers, who are products of the electronic age, still don't understand the permanence of a digital record?
I've been reading with prescient horror about "sexting," the 21st-century equivalent of getting to third base. Sexting may not be new, but its potentially deadly consequences are in the news. A little background:
Sexting is act of sending, by text or by email, boudoir pictures of yourself to a girlfriend or boyfriend, the one who is, like, for sure marrying you after high-school graduation. For my generation, it might seem as naughty as flashing your boyfriend during a Flock of Seagulls concert. The only harm back then: his teammates would find out, and you'd avoid the cafeteria for a week.
The act of emailing nude pictures of your underage friend can bring charges of child pornography. And that little felony can ruin your life.
What's happening now is much more dangerous, and... wait for it... possibly felonious.
When dream boy cuts a girl loose (or vice versa), he still has her sexy pictures in his phone, and within seconds of the lover's spat, he can instantly soothe his bitter soul by digitally spraying his friends' cellphones with her racy shots.
Even if he sobers up the next day and says he's sorry, each of his teammates has feasted on her personal porn. Eventually, they tell two friends? and so on... and so on.
It goes without saying this is more of a problem for girls than boys, as sexual "reputations" are mostly damaging to one teenage gender.
While the rumor mill can eventually die away, sexting leaves permanent evidence, and it can be devastating. In fact, girls caught up in its blowback have reportedly been ostracized, taunted, and even physically assaulted.
In one girl's case, her mother said it led to suicide.
(Zitat von hier)

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3.12.08

Aus dem Kinderzimmer in den Untergang

Eltern haben es beim Anblick unaufgeräumter Kinderzimmer schon immer vorausgesagt und jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen: Unordentliche Kinder landen früher oder später in der Gosse.
So oder so ähnlich sind die Ergebnisse einer Studie zu interpretieren, die festgestellt hat, dass "Graffiti, Müll und andere Anzeichen fehlender öffentlicher Ordnung die Hemmschwelle senken, Normen zu verletzen".
Wenn man also beim Anblick einer umgedrehten Lego-Kiste oder der über den Boden verteilten Barbie-Kleidern einen Tobsuchtsanfall mit starkem Drang zu übertriebener Gewaltanwendung bekommt, dann ist eine verständliche, ja zu tiefst menschliche Reaktion. Denn das Elternteil ist dann angesichts des vorgefundenen Chaos einerseits Opfer einer unmittelbar gesenkten Normen-Hemmschwelle. Hinzu kommt die elterliche moralische Verpflichtung die schutzbefohlene, zu erziehende Verursacherin (oder Verursacher) dieses häuslichen Chaos' davon abzuhalten, mit Matchbox Autos oder gebrauchten Klamotten den Grundstein für eine völlige Verwahrlosung nicht nur des Kindes und seiner unmittelbaren Umgebung, nein des ganzen Stadtteils zu legen. Und das vielleicht sogar noch am gleichen Nachmittag.
Die gesamte Bedeutungsschwere dieser Worte ergibt sich aus der Lektüre dieses SZ-Artikels: Verwahrloste Straßen, verwahrloste Sitten

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26.11.08

Zwanghafte Videogamer können nichts dafür ...

... und süchtig sind sie auch nicht. Es ist vielmehr ein soziales Problem: Wenn ich zuhause keine Ansprache habe und ich draußen keine Freunde finde, dann ist Computer-Spielen ein Ausweg (und keine Sucht im eigentlichen Sinne). So oder so ähnlich formuliert es ein britischer Wissenschaftler.

Link:
>> silicon.de: Zwanghafte Videogamer doch nicht süchtig

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16.11.08

Ein bisserl Pupertät würd nicht schaden

Unter der Überschrift "Die Alten haben die Weisheit nicht gefressen" fordern zwei Wissenschaftler, Herr Ralpf Dawirs und Gunther Woll im Interview der FAS: Jugend an die Macht.

Konkret geht es um zwei Aspekte, die nur kurz angerissen werden:
  1. Schule nur bis 14, dann ein offener Bildungmix aus Schule, Universität und praktischer Schulausbildung
  2. Aktives und passives Wahlrecht ab 14.
Während Punkt 1 im Interview kaum ausgeführt wird (und dennoch interessant kling) werden die Argument für Punkt 2 genannt:
  • Die Politik würde menschlicher, da Kinder und Jugendliche andere Werte haben als die Alten
  • Junge Menschen haben mehr Phantasie, Probleme würden offener angegangen
Nun, meine Meinung? Ich kann mir das durchaus vorstellen. Das Hauptargument gegen die Herabsetzung des Wahlalters ist immer: Junge Leute lassen sich zu stark beeinflussen, die Persönlichkeitsbildung und somit die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen. Auch wenn ich mich diesem Argument nicht ganz verschließen kann, so ziehe ich aus meiner persönlichen Beobachtung des Wahlverhaltens der letzten Jahre den Schluss, dass die Volljährigen, die da zur Wahl gegangen sind, auch hochgradig beeinflusst waren und deutliche Zeichen von unvollständiger Persönlichkeits- und Meinungsbildung gezeigt haben.

Es kann daher nur besser werden, wenn die Jungen mitmischen.

Siehe auch: Die Alten stehen den Jungen im Weg

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14.9.08

Danke Lucy

Vor ein paar Tagen habe ich morgens etwas länger geschlafen und hatte es entsprechend eilig. Ich stehe im Bad und putze mir die Zähne. Lucy fragt, ob ich noch mit ihr spielen wolle, worauf ich sagte: "Lucy, das geht nicht. Ich muss gleich in die Arbeit. Bin spät dran. Ich habe nicht einmal mehr Zeit zum Frühstücken." Und was macht Lucy? Sie läuft in Küche und macht mir ein "Pausenbrot" für die Arbeit und packt es in passende Boxen. Danke, Kleines. Das war einfach .. supersüß.


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10.9.08

Sexuelle Verwahrlosung bei Kindern?

Im Buch "Deutschlands sexuelle Tragödie" beschreiben die Autoren das, was ihrer Meinung nach auf deutschen Schulhöfen und vor allem in deutschen Sozialwohnungen heute bittere Wahrheit ist:
Mädchen haben im Schnitt zwischen elf und zwölf Jahren das erste Mal Geschlechtsverkehr, Jungen nur ein Jahr später, Aufklärung findet über Pornos statt, die Pärchen auf dem Schulhof küssen sich nicht mehr, weil sie das im Porno nicht gezeigt bekommen, Zwölfjährige haben Gruppensex, der Partnerwechsel wird unter Teenagern zur sportlichen Herausforderung, Verhütung spielt kaum eine Rolle.
Die Hauptursache seien ...
[...] einschlägige Internetseiten, Filme und nicht zuletzt [...] das enthemmte Verhalten ihrer Eltern [...]. Viele Kinder, vor allem die der ?sogenannten Unterschicht?, hätten schon früh ein Drehbuch zum Sex im Kopf, der Sex werde zur Droge, ?die fehlende Liebe und Geborgenheit und Werte ersetzt?. Perspektivlosigkeit, das Gefühl, nichts wert zu sein, befördere den Trend, Bestätigung in der Sexualität zu suchen, erläutert Siggelkow.
Auch die deutschen Behörden und die meisten anderen Studien ein deutlich positiveres Bild zeichnen, so sehe ich hier eine Entwicklung, die unsere Gesellschaft ebenso treffen wird, wie sie bereits die Amerikanische getroffen hat (siehe Buchlinks unten).

Unsere Kinder werde wir wohl nur durch
- sexuelle Aufklärung
- Wertevermittlung
- Medienkompetenz
- Selbstbewusstsein
vor Fehlern bewahren können. Dabei geht es mir nicht darum Sex zu Dämonisieren, sondern meinen Kinden ausreichend Zeit und Verständnis zu geben um neben einer körperlichen Reife auch eine geistige Reife zu entwickeln. Diese scheint mir die Grundlage für einen "gesunden" Umgang mit Sexualität zu sein. Was auch immer das heißt. Gruppen- und Leistungsdruck, sowie Suchtverhalten gehören jedenfalls nicht dazu.

Die Protagonistin aus Charlotte Roches Feuchtgebiete könnte durchaus das Opfer einer solchen sexuellen Überforderung sein. Frau Roche hat durch ihr Alter und Ihre Arbeit bei den Jugendsendern sicher den Finger am Puls der Zeit. Und wer sich die täglichen Nachmittags- und Vorabendshows auf MTV und VIVA reinzieht, weiß, dass es im Leben eh nur einen geilen Arsch, Muskeln und sexuelle Höchstleistung zu gehen scheint. Ja und witzig, intelligent (aber nicht zu anstrengend) und irgendwie süüß steht noch auf der Dating-Checkliste. Und wer "schon mal im Vorstellungsgespräch Sex hatte", startet gleich mit Coolness-Punkten um die Bitch des Tages.

Äh, Bitch ist ja bereits old school. Heute ist man ja eine Slut und stolz drauf. So wie viele 12-jährige Mädels (in Amerika).

Links:
>> welt.de: Gruppensex mit zwölf und von Pornos aufgeklärt
>> Pornified: How Pornography Is Transforming Our Lives, Our Relationships, and Our Families

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28.8.08

Du stinkst! Selba!

Mit fast 40 Jahren stehe ich so viele Metaebenen über den meisten kläglichen Angriffen gegen meine Person, dass ich es mir leisten kann wie ein Kind zu reagieren und dabei auch noch meinen Spaß zu haben. (Krasser Satz, oder?). Aber als Kind und hier habe ich direkt das Beispiel meiner "Großen" vor Augen, ja für ein Kind ist ein Satz wie "Du stinkst!" ein harter Brocken, auf den sie eigentlich nur verletzt reagieren würde: "Stimmt nicht, Du bist gemein, selber!"

Leider tut man damit dem verbalen Angreifer einen Gefallen und bereitet den Weg für weitere Attacken und bis letztlich zu körperlicher Gewalt führen können. Wenn ich aus wenig glorreichen Vergangenheit als Win Tsung/Blitzdefence Schüler etwas behalten habe, dann die: Mache dich nicht zum Opfer. Ein Angreifer meidet die Starken (und hier sind nicht Muskeln gemeint). Mit einer hilflosen Reaktion auf einen unerwarteten Angriff macht man sich aber leider zum Opfer.

In der FAS wurden letztens ein paar Abwehrstrategien für Kinder vorgestellt, die durchaus helfen können. Es wird sogar empfohlen die Situation zu üben.

"Du stinkst" sagt Dein Feind ...
  1. Übertreiben: Warte, bis ich die Schuhe ausziehe.
  2. Ironisieren: Was du nicht sagst.
  3. Kontern: Da passen wir ja gut zusammen. Du bist halt mein Vorbild.
  4. Verwirren: Aber das reimt sich doch gar nicht.
  5. Ins Leere laufen lassen: Da bleiben mir unangenehme Leute wenigstens vom Hals.
Welche davon bei Lucy funktioniert, müssen wir wohl erst ausprobieren.

Links:
>> Nachhilfe in Schlagfertigkeit

Nachtrag (8.9.2008):
Wie wäre es aber mit einer anderen Strategie: Die "immer 2-mal stärker" Strategie. Die Amis haben das wohl Shock and awe genannt. Das würde heißen: Wenn dir einer blöd kommt, knall ihm/ihr eine. Schlag immer zweimal stärker zurück als du selbst angegriffen worden bist. Das sollte irgendwann (vielleicht sogar schon sehr früh) zur Aufgabe des Gegners führen. Die Abschreckung sollte Nachahmer abschrecken.

Oder die "turn the other cheak" Strategie? Was aber bringt mehr? Ungerechtigkeit erdulden oder konsequent bekämpfen? Die Gewalt-Frage ist eine der für mich ungeklärten Erziehungsfragen. Sie lässt sich leider auch nicht mit Werten beantworten. Denn Würde und Gerechtigkeit sind für mich auch wichtige Werte. Vielleicht sogar wichtiger als Gewaltfreiheit. Muss ich schlimmstenfalls selbst zum Mobber werden um nicht Opfer von Mobbing zu werden? Ich hoffe nicht.

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1.7.08

Kluge Eltern schenken


Großartig! Großartig! Danke, liebe SZ, du hast mir den Tag versüßt. In einer Zeit, in der Eltern immer mehr Geld aber immer weniger Hirn haben, und die Kinder nicht unter Mangel an Intelligenz fördernden Geschenken, sondern unter Mangel an klugen Eltern leiden, ist diese Werbung geradezu ein politisches Statement.

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10.6.08

Warum Impfen wichtig ist ...

... und Sorgen vor den Nebenwirkungen des Impfens übertrieben. Das hat eine informative Sendung auf WDR aufgezeigt: Quarks & Co.

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14.3.08

tHIs iS PHUn

2D Physik zum selbst probieren. Ich erinnere mich mit leichtem Schauer an XSpringies, mit denen ich die Grundlage für meinen Studienabbruch gelegt habe.



Link:
>> Phun - 2D physics sandbox

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21.2.08

Neue Suchmaschine für Kinder: FragFinn.de

http://www.fragfinn.de/

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14.1.08

Die Musikindustrie verzichtet auf DRM - hoffentlich auch auf quälende Trailer (hart aber gerecht ... )

... denn hart sind nicht Strafen für die Raubkopierer, sondern der Zwang sich jedes mal wieder (und wieder und wieder) die bescheuerten "Mami, wieviel mal müssen wir noch singen" Einspieler Filme ansehen zu müssen, wenn man eine DVD einlegt. Z.B. die DVD mit Laras Stern Folgen, wovon bei uns jeden Abend eine andere dran kommt. Das heißt das Betthupferl beginnt immer mit einem "hääääpi bööörsdai toooouuu yooooouuuu". Das ist nur hart und gar nicht gerecht.



Aber scheinbar hat die Musik/Video-Industrie wenigstens in Ansätzen erkannt, dass die generelle Kriminalisierung ihrer Kunden die Umsatzrückgänge nicht wirklich stoppen kann. Willkommen im neuen Jahrtausend, meine Herren.

Links:
>> Music giants give up on DRM

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18.10.07

Elternbeirat Aktion

So, jetzt habe ich es also geschafft. Letztes Jahr als einfaches Mitglied im Elternbeirat des Kindergartens und in diesem Jahr sogar Vorsitzender. Na, dann machen wir was draus. U.a. habe ich eine Website für den Abenteuerland Elternbeirat aufgesetzt. Ich kann ja sonst nix...

Link: Elternbeirat der Kindertagesstätte Abenteuerland Germering

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15.10.07

teach creativity like you teach literacy

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8.9.07

Second Life Children - Kind sein in Second Life

Als im Frühling ein Kinderpornoskandal die Welt von Second Life erschütterte, kam schnell der Vorschlag, dass es in Zukunft einfach keine Kinderavatare mehr geben sollte. Irgendwie naheliegend. Wahrscheinlich hätte man das Treiben dieser Perversen nicht unterbunden, zumindest jedoch ein wenig schwieriger gemacht. Die Tatsache, dass damit ein weiteres Mal die Freiheit Vieler Opfer der Verbrechen Weniger geworden wäre, schien das ein geringer Preis. Tatsächlich aber gab es massiven Widerspruch. Es gibt nämlich eine lebendige Community in Second Life, die Second Life Children. Menschen, die sich ganz bewusst einen Kinderavatar gewählt haben. Die Gründe sind manigfaltig.
Auf dem Burning Life Festival bin ich nun hier über eine Infowand der Second Life Children (SLC) gestolpert. In netten Bildern wird die Community in ihren Facetten vorgestellt (was auch ein wenig über die Motivation verrät) und auf den SLC Blog hingewiesen, der Unmengen von Informationen über SLC aber auch für Residents bietet, die selbst ein Kind spielen oder es vorhaben.

Links:
>> Second Life: Accusations Regarding Child Pornography
>> Second Life Children
>> SLC: But why?

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23.8.07

Wir schwer darf der Schulranzen sein?

Daumenregel: Nicht schwerer als 10% des Körpergewichts des Kindes.

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30.7.07

Ronjas Sprüche

Jetzt muss ich auch einmal erwähnen, dass meine kleine Ronja mit Ihren drei Jahren nicht nur ziemlich lang (groß) für Ihr Alter ist, sondern auch recht wortgewandt. Ihre Sätze sind manchmal sogar besser formuliert als die von Lucy. Zudem klaut sie sich Phrasen und kurze Sätze von uns Erwachsenen und bringt sie dann (meist recht altklug betont) erstaunlich sicher an. Nicht selten in mehrteiligen Sätzen! Nicht selten schließt sie solche Sätze dann mit "Aber das macht nichts." Besonders süß finde ich auch das bestätigende, nicht mit Buchstaben wiederzugebende, weil mit geschlossenen Mund gesprochene "Uhum", mit dem sie sagt, "Ja, so ist das. Ist doch klar oder?"

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Father and Daughter - für die Heulsuse in mir

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15.7.07

Heute kommt die Zahnfee zum ersten Mal

Lucy hat heute ihre ersten beiden Wackelzähne verloren. Der erste wurde offensichtlich mit einem Stück Kotelett verschluckt, den zweiten habe ich dann später mit einem Taschentuch selbst entfernt. Hat ein wenig geblutet, doch die Stimmung war gut bis euphorisch! Auch bei Ronja, die auch schon seit Tagen einen Wackelzahn hat. Sie glaubt zumindest fest daran :)

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9.7.07

Richtige Papas

Papa: "Lucy, warum muss der Papa arbeiten?"
Lucy: "Weil er sonst kein richtiger Papa ist."

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2.7.07

Computer sind Arbeitsmittel ...

... und haben im Kinderzimmer nichts zu suchen.

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22.5.07

Können sich Kinder dumm und aggressiv spielen?

Computerspiele, sagt man, können süchtig machen. Es gibt dafür sogar eine chemische Ursache:

Prof. Dr. Gerald Hüther: ... ein besonders attraktiver Ersatz, für das, was viele Kinder und Jugendliche in unserer heutigen Welt nicht finden: Lösbare Aufgaben, Abenteuer und eigene Entdeckungen, überschaubare Regeln und erreichbare Ziele. So schaffen die Computerspiele ein Ersatz-Glück, das die ?Belohnungszentren? im Hirn sehr effizient aktiviert, nicht zuletzt dadurch, dass es die Möglichkeit bietet, Fähigkeiten und Geschicklichkeiten auszubilden, über die andere nicht verfügen. Die Welt erscheint beherrschbar, das Ego wird aufgewertet.

Peter Schipek: Und weil der Computer dieses Ersatz-Glück bietet, kann es zur Sucht kommen?

Prof. Dr. Gerald Hüther: Sucht war noch nie etwas anderes, als die Suche nach einem Ersatzglück, einer Krücke eben. Das tückische bei der Computersucht ist der Dopamin-Kick mit seiner Zweifachwirkung: Endogene Opiate werden freigesetzt und erzeugen einen rauschartigen Zustand.
Aus: Kinder - Computersucht

Ich würde sicher nicht alles unterschreiben was der Herr Professor hier von sich gibt, wer aber schon selbst erlebt hat, wie ein Spiel (ob nun am Computer, am Küchentisch oder am Glückspielautomaten) körperliche Müdigkeit vergessen lassen kann, der bekommt eine Ahnung davon, wie Spielsucht funktioniert.
Zudem sind moderne Computerspiele meist so aufgebaut, dass das nächste Ziel immer gerade so Nahe liegt, dann man sich denkt "ach, die fünf Minuten spiel ich jetzt noch, und dann mache ich Schluss". Von wegen...
In Onlinespielen (MMORPG) wird das Ganze noch dadurch getoppt, dass ich keinen Pauseknopf drücken kann. Das Spiel geht immer weiter - auch wenn ich nicht online bin. Und wer bremst, verliert.

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22.4.07

Lernhilfen (nicht für die Grundschule)

Kriterien für gute Lernhilfen:
  • Weist das Inhaltsverzeichnis die jeweiligen Übungsschwerpunkte genau aus?
  • Erleichtern Farben das Verständnis?
  • Gibt es ein zusätzliches Stichwortverzeichnis zum schnellen (Wieder-)Finden?
  • Stehen die Lösungen im Anhang? Sind sie sogar herausnehmbar oder lassen sie sich mit einer speziellen Lösungslupe ?entdecken??
  • Sind die Übungen (auch deren Umfang) für die Kinder überschaubar?
  • Sind Sprache und Aufgabe fürs Kund verständlich und dem Alter angemessen?
  • Orientiert sich der Lernstoff an den Richtlinien Ihres Bundeslandes für das jeweilige Fach?
  • Bietet der Lerntrainer weitergehende Tipps für Eltern bzw. Kinder?
  • Erhöhen besondere Zugaben wie eine Lösungslupe oder die spielerische Umsetzung die Attraktivität für Ihr Kind?

Gute Lernhilfen regen an und motivieren. Zudem können sich Kinder das Lerntempo selbst bestimmen. Dazu gehört aber auch ein gemeinsam abgesprochener Lernplan mit überschaubaren Zwischenzielen. Die Latte darf dabei nicht zu hoch gehängt sein.

Daher auch ?Häppchen machen?: Besser 20 Minuten konzentriert lernen (vielleicht sogar weniger) als 40 Minuten verplempern. Das predigen alle Lerngurus u.a. Tony Buzan (er spricht vom Konzentrationshengst, der geritten werden will). Übrigens können auch die Jüngsten schon von Mindmapping und Speedreading-Techniken profitieren (und sei es nur die Sache mit dem Strohhalm als Lesehilfe).

Dann der Trick, der schon beim Spinat funktioniert: Wenn man der Sache einen anderen Namen gibt, dann geht es schon (ein wenig) leichter: ?Training? statt ?Üben? oder ?Extra-Lernen?. Das Trainingsziel könnte dann der ?Aufstieg? sein. Und: Lob ist besser als Kritik. Und im Zweifel auf Lernhilfen aus der vorherigen Jahrgangsstufe zurückgreifen.

Beispiele für klassische Lernhilfen
  • Lernposter (mind. DIN A3), hatte ich auch bei meinem MBA Studium
  • Klebezettel (z.B. mit schwierigen Wörtern am Spiegel)
  • Memo-Spiele
  • Bild-Wort-Vokabel-Karten (schnell gemacht mit einer Digicam)
  • Lernkartei (der Klassiker)
Quellen: Familie&Co 12/2005, Tony Buzan ?Remember Everything You Read?, School of Hard Knocks

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26.3.07

Die Eltern einbinden - auch bei der Internetnutzung

klicksafe.de initiiert eine nationale Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Internet. Die Zielgruppen dieser Kampagne sind Kinder und Jugendliche, Eltern, Pädagogen, Multiplikatoren sowie Anbieter von Internetseiten, aber auch die breite Öffentlichkeit.

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4.1.07

Wie die Kinder spielen, so lernen sie auch

In Gamers Generation Have Different Approach to Learning and Mindset zitiert der Autor einen Wired Artikel, in denen beschrieben wird, dass die neuen Medien und mit ihnen die neuen, interaktiven und vernetzten Spiele das Spiel- und das Lernverhalten der jüngsten Generation stark beeinflusst. Und letztlich auch auf die Gesellschaft der Zukunft wirkt.

"An entire generation has grown up with a different set of games than any before it - and it plays these games in different ways. Just watch a kid with a new videogame. The last thing they do is read the manual. Instead, they pick up the controller and start mashing buttons to see what happens. This isn't a random process; it's the essence of the scientific method. Through trial and error, players build a model of the underlying game based on empirical evidence collected through play. As the players refine this model, they begin to master the game world. It's a rapid cycle of hypothesis, experiment, and analysis. And it's a fundamentally different take on problem-solving than the linear, read-the-manual-first approach of their parents. In an era of structured education and standardized testing, this generational difference might not yet be evident. But the gamers' mindset - the fact that they are learning in a totally new way - means they'll treat the world as a place for creation, not consumption. This is the true impact videogames will have on our culture."
Wie könnte eine Schule aussehen, die ein solches Verhalten aufgreift um Lerninhalte zu vermitteln? Wie ein Nachhilfeunterricht?

Wenn ich mir's aber recht überlege, habe ich früher auch keine Handbücher gelesen ...

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27.12.06

Wie Rhythmus das Lernen fördert

Vor einiger Zeit hörte ich einen interessanten Beitrag auf Bayern2: Bewegung ins Klassenzimmer - Wie Rhythmus das Lernen fördert.
Generationen von Eltern und Lehrern versuchten mit einem strengen "Setz Dich hin und lern!" ihre Sprösslinge zum Wortschatzüben zu bringen. Ein völlig falscher Ansatz, wissen Pädagogen und Mediziner seit langem. Die moderne Hirnforschung liefert die wissenschaftlichen Belege dazu: Lernen braucht Bewegung.

Kluge Lehrer wissen um die Schlüsselbedeutung von Bewegung und machen im Klassenzimmer zwischen den Pauk-Einheiten immer wieder mit der Klasse Armschwingübungen. In Mathematik gibt es Klangrechnungen, in Deutsch wird Rhythmus als Memotechnik beim Gedichte lernen eingesetzt.
Links:
>> Renate Seemann-Girrbach, Gertrud Staudinger: Bewegung ins Klassenzimmer!

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17.10.06

Eltern haften für ihre Kinder - auch im Internet

Wer seine Kinder unbeaufsichtig im Internet surfen lässt, geht damit nicht nur ein menschliches Risiko ein, sondern nach neuester Rechtsprechung auch ein finanzielles: Law-Blog: Eltern haften für ihre Kinder - Störerhaftung reloaded

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3.7.06

Ich Muss Gar Nichts!

Ich will ja den Teufel nicht an die Wand malen aber ich stelle mir gerade vor, wie mir meine Töchter sowas erzählen: "Ich muss gar nix" von Großstadtgeflüster. Lief gerade auf FM4.
Zum Glück habe ich ja noch 8 bis 12 Jahre Zeit mir eine passende Antwort zu überlegen.

Vielleicht sage ich einfach: Wir müssen nur wollen.

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24.3.06

Porn 2.0 und Gruppendruck

Eigentlich war ich heute auf der Suche nach dieser Sichtweise auf mySpace und Web 2.0 (eine Sichtweise, wie sie nur "normale Menschen" haben, die noch nicht - so wie ich - völlig verinternettet sind). Gefunden habe ich aber dann das hier: The Internet is for Porn (Musical meets World of Warcraft - lustig, sehenswert und ziemlich jugendfrei, wenn man kein Englisch versteht).



Wenn man dann zuendegegrinst hat, darf man offen zugeben, dass die Aussage einer gewissen Wahrheit nicht entbehrt. Das meiste Geld im Internet wurde jeher mit Sex verdient. Und das wird wohl auch so bleiben, wenn nicht bald Poker und Co. die Spitze übernehmen.

Schon der VHS Videorecorder hat seinen Siegeszug in den Privathaushalten zu einem guten Teil der Verfügbarkeit von zu leihenden und zu kaufenden Pornos zu verdanken. Und um zwei aktuelle Entwicklungen aufzunehmen: Bei Podcasts übersteigt die Nachfrage nach "Erotikinhalten" bei weitem das Angebot. Und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 16 tauschen auf dem Schulhof derzeit mit ihren Handies und PSPs bevorzugt Gewaltvideos und Pornos. Ein Mädchen: "Klar ist das eklig, aber wenn man dazugehören will, dann tauscht man auch."

Was tun? Dass Pornos und Gewalt "nicht gut" sind, ist klar. Bei Erwachsenen verändern sie das bestehende Wertegefüge. Bei Jugendlichen beeinflussen sie massiv die Entstehung eines solchen.

http://www.heike-und-stefan.de/stefan/peerstep.jpgWahrscheinlich gilt auch hier:
  • Eigenes Wertesystem vorleben
  • Aufklären und Hinterfragen
  • Hilfe zur Selbsthilfe (z.B. wie widerstehe ich Gruppendruck [1], [2], ...)
  • Grenzen ziehen und kontrollieren


Ein Buch, dass ich noch nicht gelesen habe, das aber lesenswert sein soll: Pornified: How Pornography Is Transforming Our Lives, Our Relationships, and Our Families von Pamela Paul. Steht übrigens auf meiner Amazon Wishlist.

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5.3.06

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Kinder nehmen ihre Umwelt ganz anders wahr als wir das tun. Und das liegt nicht nur an der geringeren Körpergröße.
Ihr Blickwinkel nach rechts und links ist noch eingeschränkt, ihr Hörvermögen noch unvollständig, und auch Geschwindigkeiten können kleine Kinder noch nicht nicht richtig einschätzen. Bei ihnen verwischen die Grenzen zwischen Realität und Phantasie, sie handeln impulsiv, denken weniger vorausschauend und besitzen oft noch kein Gefahrenbewusstsein. So kann es schon einmal vorkommen, dass Ihr Kind die Scheinwerfer der herannahenden Autos für leuchtende, aufmerksam schauende "Augen" hält...
Die Zeitschrift Eltern zeigt auf ihren Seiten einen Film, der einen mit Kinderaugen sehen läßt.

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25.2.06

Summerhill

Während meiner Schulzeit musste ich Buch lesen, das hieß "Die Grüne Wolke" von A.S.Neill. Eine seltsame Geschichte von einer Gruppe Schüler, die durch Zufall einer globalen Katastrophe entgehen - nämlich der grünen Wolke, die alle Menschen in Stein verwandelt hat.

An was ich mich erinnere ist, dass A.S.Neill in Zusammenhang mit dem antiautoritäten Schulprojekt "Summerhill" stand. Tatsächlich hatte er die Schule sogar gegründet und bis zu seinem Tod 1973 geleitet. Und das war nicht in den revolutionären 1960ern, sondern bereits in den 1920ern. Ja und tatsächlich hat er seine Schule nie als antiautoritär gesehen. Der Wikipedia-Artikel ist da recht aufschlussreich.

Wie komm ich drauf? Ich fragte mich gerade, ob an einer solchen Schule Modelle, wie das Knowledge Cafe eher ausprobiert werden, als in unserem, klassischen System.

Links:
>> The last man alive
>> Wikipedia: Summerhill

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24.2.06

Die magischen Hüte

Die magischen Hüte

Von Lorna Santín
Übersetzung von mir


Es war einmal ein wunderschönes Dorf, in dem ist etwas passiert, das muss ich Euch unbedingt erzählen.

In diesem Dorf lebten viele Leute. Sie wohnten in kleinen Strohhütten und gingen Ihren Berufen nach. Da waren ein Bäcker, ein Schmied, ein Lehrer und viele mehr. Sie alle lebten mit ihren Frauen und Kindern. Und es gab viele Kinder: Da waren ganz kleine Kinder, mittlere und andere Kinder, die schon ganz groß waren.

In der Nähe des Dorfes war ein großer Wasserfall und die Kinder spielten dort nur all zu gerne. Ihre Eltern waren davon gar nicht begeistert, denn das Wasser war tief und gefährlich.

Am Rand des Wasserfalls wuchsen einige Büsche. Und gleich neben den Büschen wuchsen kleine Pilze. Und direkt neben den Pilzen, da lebten Adao und sein Zwillingsbruder Gabo.

Adao und Gabo waren Wichte. Beide waren zwar recht klein und kräftig gebaut - wie Wichte nun einmal sind. Beide hatten Sommersprossen und rotes Haar. Und beide trugen einen Hut auf dem Kopf. Diesen Hut hatten sich sich, ebenso wie all Ihre Kleider, auf einer kleinen Nähmaschine selbst gemacht.

Tatsächlich sahen sich Adao und Gabo so ähnlich, dass ein jeder, der sie traf, verwirrt war und Adao für Gabo hielt und umgekehrt. So ähnlich Ihr Äußeres auch war, so unterschiedlich waren sie im Herzen.

So wollte Adao immer zuerst anderen Menschen helfen, bevor er an sich selbst dachte. Gabo aber wollte einfach nur Spaß haben und dachte dabei vor allem an sich.

So kam es, dass eines Abends, als Adao schon schlief, Gabo noch einmal aufstand. Er wollte mal wieder etwas lustiges erleben und hatte auch schon einen Plan für einen Streich.

Er setzte sich an ihre kleine Nähmaschine und machte Hüte. Ganz viele Hüte. Für jeden Dorfbewohner einen. Er machte Hüte in sechs verschienen Farben: Einige waren grün, wie Gras. Manche waren weiß wie Papier. Einige waren rot wie Feuer. Wieder andere blau wie der Himmel. Und dann machte er noch welche, die waren gelb wie die Sonne und welche, die waren schwarz wie die Nacht.

Natürlich waren diese Hüte keine normalen Hüte. Es war nämlich so, dass Menschen sie nicht sehen konnten. Nur Wichte, Elfen und Zauberer konnten diese Hüte und ihre Farben sehen. Aber das war noch nicht alles. Etwas sehr eigenartiges passierte mit jedem, der einen solchen Hut trug. Und das fand Gabo besonders lustig.

Als Gabo alle Hüte fertig genäht hatte, schliefen die Dorfbewohner noch. Völlig unbemerkt schlich sich Gabo in jedes Haus und bald hatten alle Menschen im Dorf einen Hute auf. Alle Eltern und alle Kinder, die Großeltern und sogar die Babies. Und weil die Hüte unsichtbar waren, bemerkte es am nächsten Morgen auch keiner.

Als am nächsten Morgen die Menschen aufwachten, passierte etwas sehr seltsames. Fermin, ein bislang abenteuerlustiger Bursche, traute sich auch einmal nicht mehr aus den Haus. Und als seine Freude kamen und ihn zum Spielen mitnehmen wollten, da offnete er die Tür nur einen Spalt und rief: "Ich gehe nicht aus dem Haus. Es ist viel zu gefährlich da draußen. Ich könnte in den Fluß fallen oder schlimmer!"

Fermins Mutter was ein wenig verwirrt. Bisher war Ihr Sohn eher zu waghalsig und brachte sich damit häufig in Schwierigkeiten. Normalerweise war er derjenige, der die anderen Kinder zum Wasserfall lockte.

In diesem Moment kam Frau Beate, die Nachbarin angelaufen. Sie weinte bitterlich, denn sie hatte einen Kuchen für Ihren Mann backen, doch der Kuchen war völlig misslungen. Sie schluchzte: "Ich bin zu nichts zu gebrauchen. Was soll ich hier noch? Ich sollte besser in den Wald laufen und mich von den Bären fressen lassen."

Fermins Mutter verstand die Welt nicht mehr. So hatte Sie ihre Nachbarin noch nie erlebt. Frau Beate war immer so ruhig und ausgeglichen. Man hatte sie noch nie verärgert oder traurig gesehen. Nie hatte sie gelacht oder gar geweint. Man hätte fast meinen können, sie hätte gar keine Gefühle. Und nun das: Frau Beates war wegen eines mißlungenen Kuchens völlig verzweifelt und aufgelöst.

Pötzlich gab es einen lauten Knall und Rauch stieg über einem Haus in der Nähe auf. Fermin, seine Mutter und Frau Beate liefen erschrocken dorthin. Andere Leute waren schon vor ihnen da. Es war das Haus von Arturo, der bisher immer ein einsamer, ruhiger und schüchternen Junge war. Arturo hatte sich nie besonders für die Dinge um ihn herum interessiert. Doch heute war er wie ausgewechselt. Plötzlich wollte alles über die Welt erfahren und hatte mit wilden und gefährlichen Experimenten angefangen. Eines davon hatte wohl eine Explosion ausgelöst. Doch der Junge schüttelte Staub und Asche ab und setzte sodann unbeirrt seine Versuche fort.

Ganz in seiner Nähe stand Rodrigo, sein Bruder. Rodrigo war bislang so schrecklich zerstreut und vergesslich dass manche sogar meinten, eines Tages vergesse er noch seinen eigenen Namen. Aber heute war alles anders. Da stand er und zählte die Namen aller Dorfbewohner auf. Und deren Geburtstage. Dann noch die Lieblingsspeisen eines jeden und seine Lieblingsfarbe.

Niemand im Dorf konnt sich erklären, was da vorging. Klar war nur, es ging nicht mit rechten Dingen zu. Alle schnatterten durcheinaner und waren ratlos. Wenn sie ein wenig ruhiger gewesen wären, dann hätten sie wohl Gabo entdeckt, der hinter einem Busch stand und sich vor lachen kaum halten konnte.

Adao hatte Gabo zwar auch nicht bemerkt, dennoch wusste er sofort, was passiert war. Denn er konnte die farbigen Hüte auf den Köpfen der Dorfbewohner deutlich sehen. Sie waren ja nur für die Menschen unsichtbar. Und ihm war auch sofort klar, dass sicher sein Bruder Gabo hinter all dieser Verwirrung steckte. Aber der hatte sich versteckt.

Adao wusste, dass der Spuk schnell zuende wäre, wenn die Menschen nur wüssten, dass sie diese magischen Hüte trugen. Dann könnten sie die Hüte einfach abnehmen und alles wäre wieder wie früher. Doch Adao wusste auch, dass es für die Leute sehr schwer sein würde, das zu verstehen. Denn die Menschen verstehen sich selbst oft nicht.

Adao hatte das Gefühl, dass er etwas unternehmen musste. Aber er wollte von den Menschen nicht gesehen werden. Er beschloss also noch zu warten bis es dunkle Nacht würde.

Kurz nach sechs kamen am Abend die Männer aus der Arbeit zurück ins Dorf. Sie hatten den ganzen Tag hart unter Tage in der Mine gearbeitet. Sie sangen, scherzten und erzählten, wie herrlich es doch sei in der Mine zu arbeiten. Die Leute im Dorf waren sehr verwundert, da die Männer sonst doch nur mürrisch nach Hause kamen und ständig schimpften, wie gefährlich und schrecklich doch ihre Arbeit sei.

Als später in der Nacht alle Leute im Dorf schliefen, machte sich Adao auf den Weg. Er huschte auf Zehenspitzen in ein jedes Haus und flüsterte den Menschen immer und immer wieder ins Ohr "Jeder von Euch trägt einen Hut. Das muss Du wissen."

Am nächsten Morgen, als die Menschen aufwachten, erinnerten sie sich an das, was Adao zu ihnen im Schlaf gesagt hatte. Noch bevor sie sich einen "Guten Morgen" wünschten, sagten sie zu einander "Wir alle tragen einen Hut. Das musst Du wissen.". Sogar die ganz Kleinen, die noch nicht richtig sprechen konnten erinnerten und brabbelten "Hut".

Zuerst wussten die Leute nicht recht was sie davon halten sollten, konnten sie doch die Hüte nicht sehen. Doch dann fassten sie sich mit den Händen an die Köpfe und in diesem Augenblick wurden die Hüte sichtbar. Da konnte man sehen, dass tatsächlich ein jeder Mensch im Dorf einen Hut aufhatte. Die Hüte waren nicht nur verschieden geformt, sie hatten auch verschiedene Farben.

Da fiel den Leuten auf, dass auf jeden Hut auch etwas geschrieben stand. Auf die weißen Hüte war "Information" geschrieben. Rodrigo und viele andere im Dorf trugen weiße Hüte. Arturo und einige andere hatte grüne Hüte auf dem Kopf. Das Wort "Kreativität" war darauf geschrieben. Auf den schwarzen Hüten stand "Probleme" und tatsächlich hatte Fermin einen solchen Hut auf. Fermins Mutter hatte einen blauen Hut, auf dem "Beobachter" stand. Ihre Nachbarin und andere Leute trugen rote Hüte mit dem Schriftzug "Gefühl". Und die Minenarbeiter hatten gelbe Hüte, auf denen man "Optimismus" lesen konnte.

Fermin Mutter ahnte schnell, was es mit den Hüten tatsächlich auf sich hatte. Daher machte sie den Vorschlag, die Anderen sollten doch einmal die Hüte tauschen. Sie selbst wollte ihren blauen Hut weiterhin behalten und alles beobachten. So tauschten die Leute ihre Hüte und schnell wurde klar, dass die Hüte das Verhalten der Menschen veränderte. Und zwar so, wie es das Wort auf dem Hut vermuten ließ. Die einen waren plötzlich viel gefühlvoller, andere waren schlagartig voll von Sorgen und Problemen. Wieder andere sprudelten nur so vor Ideen usw.

So standen Sie bei einander und tauschen die Hüte so lange bis am Schluss ein jeder jeden Hut einmal aufgehabt hatte und die Welt voll Hoffnung, voll Sorge, voll Ideen usw. gesehen hatte.

Dann sahen sie sich an und beschlossen etwas zu tun, dass ihr Leben verändern sollte. Auf dem Hauptplatz ihres Dorfes errichteten Sie aus buntem Lehm einen riesigen Hut. Als das Denkmal fertig war befestigten Sie daran eine Marmorplatte in die Folgendes gemeiselt stand:


Wenn Du Deinen Nachbarn verstehen willst,
dann solltest Du seinen Hut tragen.

Und wenn Du Konflikte lösen willst,
dann musst die Hüte kontrollieren.


Von diesem Tag an lebten die Leute im Dorf viel fröhlicher und verständnisvoller zusammen. Denn sie wussten, dass man jedes Problem besser verstehen kann, wenn man es von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet.

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25.1.06

Bertelsmann Stiftung: Netzwerk innovativer Schulen und Schulsysteme

Auf den Seiten der Bertelsmann Stiftung kann man sich über innovative Schulen und Schulsysteme infomieren u.a. gibt es dort ...

>> 10 Fragen die Eltern bei der Schulwahl helfen können

Siehe auch Schulmanagement - Das macht Schule.

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20.1.06

Nils ist tot

Nils ist tot und ich stelle fest, dass ich in diesem Blog zwar problemlos die Hosen runterlassen kann, mir aber nicht ins Herz sehen lassen will. Warum auch.
Und doch ist es so einfach: Heike und ich trauern und sind in Gedanken ganz bei den Eltern ohne Kind.

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11.1.06

GTD und Kinderkram

Ich führe ja gerade GTD ( Getting Things Done) für mich ein. Das hat u.a. dazu geführt, dass ich zum erstemal seit ca. 1991 in meinem E-Mail Posteingang keine Mails liegen habe - keine. Das ist im ersten Moment ehrlich beängstigend.

Eine der (für mich) wichtigsten Regeln lautet: Wenn etwas weniger als 2 Minuten dauert, tu es sofort. Auf diese Weise überwinde ich inzwischen häufig mein Phlegma (wie sich meine Großmutter auszudrücken pflegte) und erledige Kleinigkeit sofort, anstatt sie zu verschieben und mich damit oft tagelang zu belasten.

Dass man GTDartiges Denken auch für Kinder umsetzen kann, zeigt dieses Posting bei David Allen, den Erfinder von GTD:

Just a fun thing. You can do a simple sort of GTD really early in life... I made tidying up bedroom floors a lot less stressfull by teaching my two oldest sons (5 and 7) to put EVERYTHING they could not immediately put away (i.e. Lego goes straight in the lego-box) in a crate. When the floor is clear, it is much, much easier to take things out of the crate one by one and put them away. It makes it much less daunting for them as they often got overwhelmed by the mess that a couple of hours of play creates.

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3.1.06

Knowledge Cafe statt Frontalunterricht?

Eine seltsame Idee spinnt David Gurteen.
Imagine if the 'school' of today became the 'knowledge cafe' or 'knowledge community' of tomorrow?
Was soll man davon halten? Wahrscheinlich müsste man erst einmal Inhalte von Methoden trennen usw. Ich denke mal darüber nach.

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31.12.05

Erziehungsschein

Kommt er nun, der Führerschein für's Kinderkriegen? Angesichts dramatisch steigender Missbrauchszahlen (dazu zählt auch Vernachlässigung) machen sich Politiker mal wieder Gedanken über den staatlichen Einfluss auf die Erziehung. Im Gespräch sind "Erziehungsgespräche", regelmäßige Untersuchungen oder auch Elternkurse.

Vielleicht geht der Weg dann über den Geldbeutel: Wer sich nicht wenigsten über vorhandene Hilfsangebote informiert hat - ich will ja gar nicht von staatlich verordneten Erziehungskursen reden - bekommt kein Kindergeld. Auf diese Weise erfahren dann vielleicht ein paar mehr von den vielfältigen Möglichkeiten, wie man sich in der Not helfen lassen kann. Und so wird dann vielleicht so manches Kind nicht mehr aus Frust und Überforderung dafür "bestraft", weil es sich wie ein Kind benimmt.

Jeder Weg ist recht um die Rechte und die Entwicklung von Kindern zu stärken und weitere Tragödien zu verhindern. Stimmt es eigentlich, dass Deutschland die UN-Kinderkonvention noch immer nicht vorbehaltlos umgesetzt hat?

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28.6.05

Online Grimme 2005

Außergewöhnliche Sites.
Besonders gefallen haben mir (natürlich) historische Dokumentationen:
Toll auch die Kinderseiten

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6.1.05

Der Statistiker in mir

Noch einmal zu dieser Erziehungssache. Es gibt Dinge, die müssen sich erst setzen, wie diese:

92% aller Eltern sagen, sie haben keine nennenswerte Probleme mit Ihren Kindern, alles verliefe harmonisch. Und 24% aller Eltern geben an, ihr Kind schon einmal geschlagen bzw. fast 66%, es angeschrien zu haben.

Das heißt, rein rechnerisch schlagen ihr Kind wenigstens 16% aller Eltern und schreien wenigstens 58% ihr Kind ohne Grund an.

Was bedeutet das? Die deutsche Familie lebt gerade deshalb in Harmonie und weitgehend problemfrei. Wir wissen ja noch von unseren Eltern: "a saubare Watschn hat no koam gschod" und "wer brüllt, hat Recht". Ja und wenn die Kinder keinen Grund für Prügel und Geschrei liefern? So leid es tut, "wat mut, dat mut!"

In diesem Licht finde ich es aber verwunderlich, dass fast 91% aller Väter und Mütter eingestehen, in der Kindererziehung bisweilen Fehler zu machen. Ich finde, man muss sich entscheiden. Entweder sinnlose Gewalt oder Gewissensbisse. Aber nicht beides. Das schlägt aufs Gemüt.

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