Zen und die Kunst mein Leben zu führen

Willkommen in meinem Leben. Es ist nicht immer einfach mit mir, aber wem sage ich das ...

11.2.10

Die ganz alltägliche Verrohung

Mann muss über sich alltägliche Gewalt und sinkende Hemmschwellen nicht wundern, wenn wir inzwischen schon in der Werbung zu verabscheuungswürdigem, unmenschlichem Handeln aufgefordert werden.

Wir sehen ein kleines, völlig verängstigtes Wesen, das zitternd vor einem sitzt. Der Schweiß rinnt dem armen Ding von der Stirn. Panisch flitzen die Augen von links nach rechts. Außerdem sieht man einen rechten Arm, der mit einem Knüppel oder Ast bewaffnet ist. Und was steht dabei?

MACH IHN FERTIG!

Wer gibt so etwas frei? Fällt denn keinem auf, dass hier zu brutaler Gewalt gegenüber einem offensichtlich wehrlosen Wesen aufgerufen wird? Es ist nicht relevant, dass das nur ein Comic-Wesen ist und dass es sich hierbei nur um "Spiel" handelt. Es ist eine Aufforderung ganz natürliche Instinkte (Schutz geben, sinnlose Gewalt vermeiden) zu überwinden und unmenschlich zu handeln. Ich verstehe das nicht. Soll das Spaß machen? In welchem pubertären boah-goil-kaputtmachen-Hirn entsteht so eine Schweiße? Und die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche (www.Sat1Spiele.de). Ich bin fassungslos.

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15.7.09

Gewaltprävention und Gefühlewand für Erwachsene

Gewalt (durch Taten aber auch durch Worte) zwischen Kindern und Jugendlichen ist ein Problem, wenn auch nicht so groß, wie es einem durch die Presse erscheinen mag. Vielleicht auch, weil mit vielen Programmen schon ab dem Kindergarten vorgebeugt wird. Die meisten davon sind sicher gut gemeint aber weder wissenschaftlich fundiert, noch in ihrer Wirkungsweise erforscht.

Ein Programm, das diesen Anforderungen genügt, ist "Papilio". Die Kinder lernen, wie man die Gefühlen erkennen und benennen kann, und wie man mit den Gefühlen von anderen umgehen sollte.
Lukas und Marie, 5 und 6 Jahre alt, stehen vor einer Pinnwand im Kindergarten Biberbach bei Augsburg. An dieser "Gefühle-Wand" hängen die vier Kistenkobolde - Freudibold, Zornibold, Bibberbold und Heulibold. Jede Puppe verkörpert eine Emotion - Freude, Zorn, Angst und Traurigkeit. Jeden Morgen hängen die Kinder ihr Namensschild unter eine der vier Puppen. So zeigen sie an, wie es ihnen momentan geht.
Dies kann man auch im "ganz normalen"Alltag zu hause nutzen. So gibt es viele Familien, die inzwischen eine Gefühle-Wand haben. Das hilft auch Erwachsenen sich ihrer eigenen Gefühle gewusster zu werden und leichter darüber zu reden.

Links:
>> Bayern 2: "Kistenkobolde" gegen Gewalt: Präventions-Programme für Kinder
>> Papilio

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20.5.09

Internetfilter und gegen was sie helfen

Als Vater und Mensch ist klar, jedes Mittel muss genutzt werden um Gewalt gegen Kinder einzudämmen, allem voran sexuelle Gewalt. Als ehemaliger Internet Service Provider weiß ich, dass einfache Internetfilter dafür ungeeignet sind.

Welche Möglichkeiten es gibt und wer tatsächlich von Filtern profitiert erfährt man in einem guten Podcast von B2 IQ Wissenschaft und Technik.

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Amok und die Frage nach dem Warum

Die Frage warum junge Menschen durchdrehen und mordend durch ihre Schule ziehen, lässt sich in vielen Fällen gut beantworten. Es ist der letzte Schritt auf einem langen Weg von Enttäuschungen und der Suche nach Anerkennung. Viel schwieriger ist es, dies rechtzeitig zu erkennen. Denn dann lässt sich der Wahnsinn fast immer dauerhaft verhindern. Medienmissbrauch, Computerspiele und Isolation sind dabei Symptome und nicht die Ursache. Signale geben die späteren Amokläufer viele - nur nicht jedem.

Hier ein interessanter Podcast vom B2 IQ-Wissenschaft und Technik.

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2.3.08

"... die religiös Moderaten sind das eigentliche Problem."

Die meisten Weltreligionen ertragen keine Religion neben sich und sehen Gewalt als probates Mittel die anderen Religionen und deren Anhänger von Planeten zu fegen. So steht es in den heiligen Büchern, so ist es der geschriebene der Wille des jeweiligen Gottes. Die liberalen gesellschaftlichen Errungenschaften der meisten europäischen Gesellschaften (einschließlich der Menschenrechte) sind den wahren Gläubigen ein Dorn im Auge, denn sie sind Ausdruck von Unglaube. Dabei gibt es wohl keine heilige Schrift, die ihre eigene "Interpretation" oder "großzügige Auslegung" explizit zulässt. Auf dem Weg zum Gottestaat ist es daher die heilige Pflicht eines Jeden, die aktuellen Gesellschaftsformen durch die vom jeweiligen Gott vorgegebene Werte, Normen und Gesetze zu ersetzen. In einigen Religionen kann die Erlösung für die Welt erst erfolgen, wenn diese von Ungläubigen befreit ist.

Die größte Gefahr für unser ALLER Leben und Friede geht dabei nicht von den wenigen wahren Gläubigen, den religiösen Eiferern aus. Man erkennt sie, denn sie verstecken sich nicht. Man weiß, was sie vorhaben, denn es steht in ihren Büchern. Die größte Gefahr sind die religiös Moderaten, ...
"... who give cover to the fundamentalists by not challenging them. The moderates say that all is justified because religion gives people meaning in their life."

?I?ve read the books,? Harris said. ?God is not a moderate.?

?We have no reason to expect to survive our religious differences indefinitely. Faith is intrinsically divisive. We have a choice between conversation and war.? It was conversation that ended slavery, not faith. ?Faith is a declaration of immunity to conversation. To make religious war unthinkable, we have to undermine the dogma of faith. The continuance of civilization requires not moderation, but reason.?
Links:
>> Sam Harris - ?The View From The End Of The World? (mp3)
>> FAS: "Mir macht Angst, dass Sie so viel Verständnis haben."

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